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Pflanzenkläranlagen sind die wertvollste Alternative zur technischen Abwasserreinigung im ländlichen Raum.
Pflanzenkläranlagen sind mit Sumpf- und
Wasserpflanzen bepflanzte Filterkörper, in denen eine Lebensgemeinschaft aus Pflanzen, Mikroorganismen und Filterkörper die Reinigung des Abwassers übernimmt.
Pflanzenkläranlagen sind eine Weiterentwicklung der Rieselfelder.
Pflanzenkläranlagen werden
grundsätzlich mit einer Basisdichtung gebaut, die zumeist aus hochwertiger Folie besteht.
Die wichtigsten Baugruppen einer Pflanzenkläranlage sind:
die Zulaufkulisse, der Filterkörper
(entweder aus Kiesen oder auch Lava), die Sammelkulisse im Ablauf sowie der Meß- und Kontrollschacht ausserhalb der Pflanzenkläranlage.
Bei Pflanzenkläranlagen vom Typ 1 geschieht die Vorreinigung in zwei vorgeschalteten, im wöchentlichen Wechsel
beschickten Becken. Hier wird das Abwasser mitsamt seiner Feststoffe aufgespült. Das Wasser sickert durch einen
speziellen Filterkörper in die Nachreinigung, während die Feststoffe an der Filteroberfläche verbleiben und
mineralisieren (vererden). Bedingt durch die niedrigsten Folgekosten aller Klärsysteme wird dieser
Pflanzenkläranlagentyp an Bedeutung gewinnen. Das Schlammsediment dieser Pflanzenkläranlage wird nur alle 20 -
25 Jahre entnommen und entsorgt. Dadurch ist eine völlige Unabhängigkeit von Gebührenerhöhungen für die Klärschlammentsorgung sichergestellt.
Bei Pflanzenkläranlagen vom Typ 2 geschieht die Vorreinigung in der herkömmlichen Dreikammergrube. Das feststofffreie
Ablaufwasser der dritten Kammer wird in die Pflanzenkläranlage eingeleitet. Je nach Verfahren durchströmt es den Filterkörper horizontal und/oder vertikal.
Die Baugrößen von Pflanzenkläranlagen sind in der ATV A 262 vorgegeben und geregelt.
Für den Betrieb unserer Pflanzenkläranlagen empfehlen wir ein Volumen von 1000 ltr. pro EGW in der Dreikammergrube.
NEU : Ab sofort erhalten Sie bei uns Dreikammergruben aus Polyethylen in monolithscher Bauweise
(Behälter aus einem Stück). Gewicht einer Dreikammergrube aus Polyrthylen mit einem Volumen von 6 m3 = ca. 300 kg.
Wir verwenden ausschließlich Markenprodukte, auch wenn diese teurer sind.
Der beste Standort für eine Pflanzenkläranlage ist vollsonnig.
Der Winterbetrieb von Pflanzenkläranlagen ist völlig problemlos: Das Abwasser, daß in eine Pflanzenkläranlage
eingeleitet wird, hat beim Zulauf in die Anlage noch eine Temperatur von ca. 10 Grad. Die Mikroorganismen im
Filterkörper geben ebenfalls Eigenwärme ab, sodaß die Pflanzenkläranlage zwar an der Oberfläche einfrieren kann,
aber trotzdem noch die Abwässer reinigt. Die Reinigungsleistung im Winter ist nur um ca. 10 Prozent geringer als im Sommer !
Pflanzenkläranlagen sind im Gegensatz zu technischen Systemen robuste Gesellen: wenn der Besitzer z.B. in den Urlaub
fährt: es muß vor der Abreise nur sichergestellt sein, daß genügend Wasser in in der Pflanzenkläranlage steht, damit
diese nicht austrocknen kann. Allerdings darf es auch mal etwas zuviel Schmutzwasser sein, z.B. wenn eine größere Feier ins Haus steht.
Die betriebssicherste und robusteste Bauform einer Pflanzenkläranlage sind die Horizontalfiltervarianten, die auf dem
System Seidel / Rausch basieren.
Die Wartung von Pflanzenkläranlagen ist minimal und auch für Laien zum Großteil selbst ausführbar:
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Kontrolle, ob Brennesseln, Weiden o.ä. in der Anlage
wachsen.
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ca. 3 - 4 mal im Jahr durchzuführen, Dauer ca. 15 min (max)
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Reinigung des Kontrollschachtes
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3 - 4 mal im Jahr, Dauer ca. 15 min (max)
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Abmähen der Schilfpflanzen
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einmalig im März auf ca. 20 cm Höhe
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Die Messung der Ablaufwerte muß von einem Labor durchgeführt werden. Die wichtigsten Parameter sind der BSB5 -
Wert (biochemischer Sauerstoffbedarf in 5 Tagen) und der CSB (chemischer Sauerstoffbedarf).
Die Grenzwerte sind definiert auf maximal 40 mg/l beim BSB 5 und maximal 150 mg/l beim CSB.
Gut funktionierende Pflanzenkläranlagen unterschreiten diese Werte um bis zu 90 Prozent !
Für den Bau einer Pflanzenkläranlage ist eine wasserrechtliche Erlaubnis erforderlich. Die Unterlagen für Beantragung
dieser Erlaubnis stellen wir Ihnen auf Wunsch gegen eine Gebühr zusammen. Die Beantragung erfolgt jeweils bei der zuständigen unteren Wasserbehörde.
Es gibt drei Varianten von Pflanzenkläranlagen:
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